Gemeinsam gegen Natur- und Waldbrände
Im Projekt Naturbrandmanagement arbeiten Organisationen aus Limburg (Niederlande) und Nordrhein-Westfalen zusammen, um das Risiko von Naturbränden zu verringern und besser in der Lage zu sein, diese zu bewältigen. Das Projekt fokussiert sich auf die internationale Zusammenarbeit zur Prävention und Bekämpfung von Natur- und Waldbränden in der deutsch-niederländischen Grenzregion.
Risikomanagementpläne zeigen präventive Maßnahmen auf
Der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen ist an dem Projekt maßgeblich mit der Aufstellung der Risikomanagementpläne beteiligt. Mittels eines erprobten Systems werden die Risikopläne seit 2025 für die Wälder in der Grenzregion, unter anderem auch im Reichswald, erarbeitet. Dazu wird das gesamte Waldgebiet in einem 1x1-km-Raster aufgeteilt. Anschließend werden die Flächen analysiert und anhand von 17 Kriterien in ein Ampelsystem kategorisiert. Basierend auf diesen Ergebnissen werden präventive Maßnahmen festgeschrieben, wie zum Beispiel die Reduzierung des Nadelwaldanteils, die Einrichtung von Wasserentnahmestellen und die Verbesserung von Zuwegungen.
Darüber hinaus erfolgen kontinuierlich grenzübergreifende Übungen mit Wald und Holz NRW und den deutschen und niederländischen Feuerwehren, um die Zusammenarbeit und Einsatzkoordination zu stärken. In Kooperation mit dem Institut der Feuerwehr NRW sollen zudem neue Verfahren zur Brandbekämpfung erprobt werden. Ein weiteres Highlight ist die Entwicklung einer mobilen „Riskfactory“, die insbesondere Kindern die Gefahren von Waldbränden an praktischen Beispielen vermittelt.
Grenzübergreifende Waldgebiete erfordern internationale Zusammenarbeit
Aufgrund des Klimawandels haben wir es zunehmend mit langen und trockenen Perioden zu tun, was bedeutet, dass sich Natur- und Waldbrände schneller entwickeln können und schwerer zu löschen sind. Viele Wälder liegen entlang der deutsch-niederländischen Grenze. Eine gute, internationale Zusammenarbeit ist daher unerlässlich.
Sieben Projektpartner beteiligt
Die Sicherheitsregion Limburg-Nord wurde als Leadpartner des Projekts gewählt. Nach einer intensiven Vorbereitungszeit arbeiten sieben Projektpartner mit: Gemeinde Niederkrüchten, Burggemeinde Brüggen, Stadt Nettetal, Naturpark MSN, IDF-NRW, Staatsbosbeheer und Wald und Holz NRW. Am 17. Mai 2024 wurde der Projektantrag beim Interreg-Programmbüro euregio rijn-maas-noord eingereicht, auch im Namen von 14 deutschen und niederländischen Gemeinden, gebietsbetreuenden Organisationen und Wissensinstituten, die das Projekt ebenfalls finanziell unterstützen.
Das Projekt Natu(u)r brand management wird im Rahmen des Interreg VI A Programms Deutschland-Nederland durchgeführt und von der Europäischen Union, dem MWIKE NRW und der Provinz Limburg mit rund 2,8 Millionen Euro kofinanziert.