Forschungsnetzwerk Wald NRW

Waldwissen vernetzen

Das Forschungsnetzwerk Wald NRW dient der Stärkung der Waldforschung in Nordrhein-Westfalen. Ziel ist die verbesserte Vernetzung der in Nordrhein-Westfalen ansässigen und zu Waldthemen forschenden wissenschaftlichen Einrichtungen. Zudem soll das Netzwerk Forschung koordinieren und Wissen in die Praxis und Öffentlichkeit transportieren. Die Koordination des Forschungsnetzwerks Wald NRW erfolgt durch das Zentrum für Wald und Holzwirtschaft von Wald und Holz NRW.

Fünfzehn Männer und Frauen mit kleinen weißen Namensschildern stehen vor einer grünen Rasenfläche mit Baum.

Im Vordergrund steht der Wissensaustausch, um Lösungen zum Erhalten der Ökosystemleistungen der Wälder in NRW zu entwickeln. Verknüpfen soll das Netzwerk Wissen sowie Versuche in Wissenschaft und Praxis. Es soll eine breite, praxisrelevante Datenbasis schaffen. Es gilt, im engen Kontakt von Forschung und Praxis neue Vorschläge zur Klimaanpassung zu erarbeiten.

Themenschwerpunkte sind:

  • Auswirkungen des Klimawandels auf Wälder und Baumarten
  • klimaadaptives Waldmanagement
  • Sichern der Waldökosystemleistungen
  •  integratives Waldbewirtschaften
  • urbane Waldnutzung
  • Digitalisieren im Wald.

Die Waldwirtschaft ist heute durch mehr denn je gefordert, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit mit ökologischer Verantwortung und sozialer Gerechtigkeit nachhaltig zu verbinden. Grund sind der Klimawandel, die Globalisierung der Märkte, die Gefährdung der Biodiversität und der gesellschaftlichen Wandel. Dabei stehen Wälder weltweit vor großen Herausforderungen.

Sturmereignisse, Dürre und Borkenkäferkalamität der letzten Jahre in Nordrhein-Westfalen zeigen bedrohlich, dass die Klimaerwärmung mit zunehmenden Extremwetterlagen den Fortbestand unserer heutigen Wälder infrage stellen kann. Waldbezogene Forschung und Praxis sind daher gemeinsam in der Pflicht, Lösungen für das Anpassen der Wälder an den Klimawandel zu entwickeln, zu vernetzen und umzusetzen. Das trägt dazu bei, dass unsere Wälder die wichtigen Ökosystemleistungen so gut wie möglich erbringen können.

Um zu abgesicherten Empfehlungen zu gelangen, müssen die Wissenschaftsgebiete und -institutionen der waldbezogenen Forschung integrativ zusammenarbeiten. Regelmäßige Workshops sollen dem verstärkten Austausch dienen und der weitergehenden fachlichen Zusammenarbeit und Vernetzung den Weg bereiten.

Das Forschungsnetzwerk Wald NRW ist als wichtige Teilaufgabe einer Gesamtinitiative Walderhaltung und Waldanpassung zu verstehen. Es trägt auch zur Umsetzung der Klimaanpassungsstrategie Wald NRW bei. Das Netzwerk steht auch im Austausch mit dem Forschungsnetzwerk NRW Agrar.

Koordinationsstelle Wald-Hochschulinstitut  

In vielen Wäldern Nordrhein-Westfalens bedeuten Dürre, Sturm und Borkenkäferkalamitäten mit ihren Folgen tiefgreifende ökologische, betriebliche und gesellschaftliche Herausforderungen, die es gemeinsam zu bewältigen gilt. 

Sieben Männer stehen nebeneinander vor einem Waldrand und schauen in die Kamera. Sie tragen teilweise grüne Dienstkleidung und teilweise Sakkos.

(v. l. n. r.): Thomas Wälter (Leiter des Zentrums für Wald und Holzwirtschaft), Jürgen Schüssele (Leiter Zentrale Dienste im Zentrum für Wald und Holzwirtschaft), Prof. Dr. Marc Boelhauve (Dekan Fachbereich Agrarwirtschaft der Fachhochschule Südwestfalen), Johannes Schmitt, Prof. Dr. Gerrit Bub (beide Leiter Koordinationsstelle Wald-Hochschulinstitut), Tim Scherer (Leiter Wald und Holz NRW), Prof. Dr. Alexander Prange (Rektor Fachhochschule Südwestfalen)

Im Auftrag der Landesregierung entwickeln die Fachhochschule Südwestfalen und der Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen mit dem Zentrum für Wald und Holzwirtschaft gemeinsam das Konzept für ein Wald-Hochschulinstitut NRW an der Fachhochschule Südwestfalen. Das Institut soll künftig angewandte Forschung, Lehre, Weiterbildung und Wissenstransfer verknüpfen und die bestehenden Strukturen von Forstverwaltung, Beratung und Forschung ergänzen. Im Mittelpunkt stehen der Privat- und Kommunalwald sowie die Frage, wie Waldeigentümer, Kommunen und forstliche Zusammenschlüsse unter klimatischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen tragfähige Entscheidungen treffen können.

Das fachliche Profil umfasst die waldwirtschaftliche Entscheidungsunterstützung sowie die landschaftsökologische Forschung zu Wald, Offenland, Boden, Wasser und Biodiversität. Das Wald-Hochschulinstitut soll wissenschaftliche Erkenntnisse unter realen Eigentums- und Bewirtschaftungsbedingungen prüfen und in praxistaugliche Entscheidungsgrundlagen überführen.

Die Koordinationsstelle erarbeitet hierzu auf der Grundlage von Gesprächen mit Waldbesitz, Kommunen, Verbänden, Wissenschaft, Verwaltung und weiteren Praxispartnern ein Umsetzungskonzept.