Der Rohstoff Holz ist einzigartig, vielseitig und nachhaltig. Ob als Dachstuhl, Wohnzimmerschrank, Parkett- Fußboden, Taschentuch, Druckerpapier oder Energieholz in Form von Scheitholz, Pellets oder Hackschnitzeln: Holz ist auch heute noch ein prägender Rohstoff unseres Alltags. Kaum ein anderer Rohstoff wird dabei tatsächlich so nachhaltig produziert wie heimisches Holz. Die Produktionsstätten, unsere Wälder, können 24 Stunden, sieben Tage die Woche betreten werden. Die Transportwege aus dem Wald zum Verarbeiter sind kurz, denn ein bedeutender Teil des Holzes bleibt in NRW.
Holzmengen und große Schadereignisse
Wald und Holz NRW verkauft jährlich eine Menge von bis zu 400.000 Kubikmeter Rohholz aus den landeseigenen Wäldern. Der Anteil des landeseigenen Waldes beträgt in Nordrhein-Westfalen circa 13 % der Waldfläche. Durch Kalamitäten, also große Schadereignisse, können sich die Holzverkaufsmengen kurzfristig steigern. Mittel- und langfristig sinken sie entsprechend, wie aktuell geschehen. Beginnend mit einem Sturmereignis zu Beginn des Jahres 2018 und gefolgt von zwei außergewöhnlichen Trockenjahren sind in den Wäldern NRWs enorme Mengen Schadholz, vor allem in der Baumart Fichte durch Trockenheit und folgendem Borkenkäferbefall angefallen. Mit einer Menge von rund 48 Mio. Kubikmeter Holz sind über 60 % des Vorrats der Baumart Fichte abgestorben. Die Vorratsverluste betreffen fast alle Regionen von NRW. Nur in der Eifel und in den Hochlagen des Sauerlandes finden sich heute noch nennenswerte zusammenhängende ältere Fichtenwälder. Auch die Vitalität anderer Baumarten wie Buche oder Eiche leidet durch Trockenheit und Hitze deutlich erkennbar.
Holz aus dem Privat- und Kommunalwald Nordrhein-Westfalens vermarkten private und kommunale Waldbesitzende seit Beginn des Jahres 2020 eigenständig oder über private Holzvermarktungsorganisationen.
Bedeutung des Rohstoffs Holz
Durch die permanente Pflege und Durchforstung des Waldes sorgen die Försterinnen und Förster im landeseigenen Wald für eine gesunde, artenreiche und vitale Waldentwicklung. So kann dem Klimawandel entsprechend begegnet werden. Der überwiegende Anteil der Einnahmen der Forstbetriebe entstammen der nachhaltigen Nutzung des Rohstoffes Holz. Das hierbei anfallende Produkt Holz wird in vielfältiger Weise an unsere Kunden geliefert und sorgt gerade im ländlichen Raum für eine wesentliche Wertschöpfung. Der wertvollste Teil des Holzes wird als Stammholz verkauft. Hier wird zwischen Nadel- und Laubstammholz unterschieden
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Verkaufssortimente im Laub- und Nadelholz
Das Nadelstammholz wird an eine Vielzahl von heimischen Sägewerken mit einem Schwerpunkt im Sauerland und in der Eifel vermarktet. Die entstehenden Produkte sind Bauholz, Blockware, Bretter und Dachlatten. Viele Sägewerke veredeln diese Schnitthölzer weiter. Sie bieten Bearbeitungsschritte an, wie das Trocknen, Hobeln oder das Zusammenfügen beispielsweise zu "Konstruktionsvollholz" (KVH) oder zu Brettsperrholz.
Laubstammholz mit hervorragender Qualität wird einmal im Jahr auf sogenannten Meistgebotsterminen (Submissionen) an Furniereinkäufer, Sägewerke und Spezialabnehmer im Winterhalbjahr vermarktet. Die guten und mittleren Qualitäten finden Verwendung im Bereich der Sägeindustrie für Möbel und Fußböden sowie als Schälholz.
Neben dem hochwertigen Stammholz fallen auch dünnere, astige oder krumme Stammteile an. Sie können technisch nur bedingt eingesägt werden. Diese Hölzer werden genutzt, um Spannplatten, OSB-, MDF- und Tischler-Platten sowie Holzpellets herstellen. Zusammenfassend bezeichnen sie Fachleute als "Industrieholz" bzw. "Energieholz".
Die Holzerntekosten wie auch die Erlöse aus dem Holzverkauf unterliegen der Marktdynamik und sind abhängig von Angebot und Nachfrage. Auch weltmarktpolitische Entwicklungen können hier einen Einfluss haben, die Preisgefüge werden zunehmenden volatiler.
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