Cluster Forst und Holz

Umsetzung der kreislaufgerechten und ressourceneffizienten Holzverwendung in Nordrhein-Westfalen auf allen Nutzungsebenen

Holz ist ein wichtiger, nachwachsender Rohstoff und seine Nutzung ist auch von hoher wirtschaftlicher Bedeutung. Mit mehr als 130.000 Erwerbstätigen und einem Jahresumsatz von über 31 Milliarden Euro hat das Cluster der Forst- und Holzwirtschaft eine herausragende Rolle in Nordrhein-Westfalen. Im Cluster zeigen wir praxisnah, wie Kreislaufwirtschaft, Ressourceneffizienz, eine nachhaltige, holzbasierte Bioökonomie, kreislaufgerechte Holzverwendung mit Klima- und Wirtschaftszielen Hand in Hand gehen – von der stofflichen Nutzung bis zur energetischen Verwertung.

An einer Messehalle vor der viele Menschen stehen, hängt ein Plakat mit der Aufschrift "NRW-Making more out of wood"

Die holzwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten sind kleinteilig, stark miteinander verzahnt und werden überwiegend von kleinen und mittleren Unternehmen getragen. Veränderungen an einem Glied der Kette – insbesondere an der Rohstoffbasis – wirken sich schnell und unmittelbar auf alle Akteure aus. Vor dem Hintergrund des Klimawandels und der aktuellen Waldschäden steht die Leistungsfähigkeit des gesamten Clusters vor großen Herausforderungen. Es gilt, die Holzverwendung in Nordrhein-Westfalen auf allen Nutzungsebenen – stofflich, chemisch und energetisch – zu unterstützen. 

Kommunikation und Vernetzung

Im Fokus stehen die Darstellung der erbrachten Beiträge zu Klimaschutz und nachhaltiger Entwicklung des Clusters Forst und Holz sowie die Stärkung von Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit der überwiegend kleinen und mittleren Holzunternehmen. Die Unterstützung der Kommunikation- und Dialogplattform proHolz.NRW und weiterer regionaler Clusterinitiativen trägt darüber hinaus zur Sicherung von Beschäftigung insbesondere im ländlichen Raum bei.

Um die Holzverwendung als Teil der nachhaltigen Bioökonomie zu positionieren, wird der Kontakt zu allen Bereichen der Wertschöpfungskette Forst-Holz gepflegt, Dialog und Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis betrieben, Erkenntnisse aufbereitet und Forschungsbedarfe identifiziert. Zudem werden Branchenkenntnisse in regionale, nationale und internationale Cluster-Projekte eingebracht.

Ziel ist eine klimafreundliche, ressourceneffiziente Wertschöpfung – mit Fokus auf regionale Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit der holzwirtschaftlichen Unternehmen.

Unsere Fokusthemen: 

Forst- und holzbasierte Bioökonomie: Die holzbasierte, zirkuläre Bioökonomie als ein zentraler Treiber für eine zukunftsfähige, ressourceneffiziente und wettbewerbsfähige Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen.

Vernetzung der Akteure des Clusters Forst und Holz NRW und darüber hinaus. 

Wissenstransfer und Dialog: Durch den intensiven Dialog aller Akteure entlang der Wertschöpfungskette Forst-Holz, zwischen Forschung und Praxis sowie die Aufbereitung von Erkenntnissen und Identifizierung von Forschungsbedarfen werden Wissenstransfer und Innovation gefördert.

Waldbesitzende, darunter Vertreterinnen und Vertreter kommunaler Forstbetriebe und Akteure der holzwirtschaftlichen Branchen haben im Rahmen eines breit angelegten Dialogprozesses in mehreren Workshops am Zentrum HOLZ in Olsberg Ziele und Handlungsempfehlungen erarbeitet, um die Wertschöpfungskette Forst-Holz in NRW zukunftsfit aufzustellen. Moderiert wurden die Wokshops von Mitarbeitenden des  Zentrums für Wald und Holzwirtschaft und von Knauf Consulting begleitet. Der erfolgreiche gestartete Dialogprozess wird als Initiative des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen der neuen Kommunikationsplattform proHolz.NRW intensiviert und fortgeführt. 

Link zum Handlungspapier „Transformation der Forst- und Holzwirtschaft in Nordrhein-Westfalen“.

Unter dem Leitthema „Neue Rohstoffbasis Holz – Transformation des Clusters Forst und Holz in NRW“ präsentierten das Zentrum für Wald und Holzwirtschaft von Wald und Holz NRW und die 18 Partner des NRW-Gemeinschaftstandes  aktuelle Forschungsergebnisse zur Verwendung neuer Laub- und Nadelhölzer, innovative Holzbauprodukte und Holzbausysteme sowie Lösungen zur kreislaufgerechten Nutzung des Rohstoffes Holz im Rahmen einer nachhaltigen und forstbasierten Bioökonomie.

Weitere Themenschwerpunkte waren die Digitalisierung der forst- und holzwirtschaftlichen Prozessketten, die Trockenlagerung von Fichten-Kalamitätsholz und der Einsatz der modernen Holzwärme im Zusammenspiel mit weiteren erneuerbaren Energiequellen.

Im Rahmen der seit 2019 laufenden NRW-Kooperation zur „Bioregions Facility“ des Europäischen Forstinstituts (EFI) werden mit europäischen Partner-Regionen Synergien entwickelt, um den Beitrag des nachwachsenden Rohstoffs Holz für das biobasierte Wirtschaften in Nordrhein-Westfalen weiter voranzubringen. Die Bioregions Facility fördert die überregionale Zusammenarbeit für eine nachhaltige und integrative waldbasierte zirkuläre Bioökonomie. Das Team Holzwirtschaft von Wald und Holz NRW setzt im Auftrag des MLV die Kooperation in NRW um. 

Hierzu werden zukunftsorientierte Regionen in Europa vernetzt, um Potenzial durch internationalen Austausch zur forstwirtschaftlichen Kreislaufwirtschaft zu erschließen. 

Im Rahmen von Veranstaltungen wie dem Bioeconomy Innovation Day oder dem Bioeconomy Regions Summit werden Start-Ups gefördert, wissenschaftlich fundierte Informationen zu Wald und Forstwirtschaft an die Politik vermittelt und interdisziplinäre, sektorübergreifende Vernetzung zu Waldressourcen, innovativen Produkten und Dienstleistungen im Bereich forst- und holzbasierter, zirkulärer Bioökonomie auf paneuropäischer Ebene betrieben.